Unser Axialventilatoren-Programm zeichnet sich durch eine große Anzahl von Bauformen und Ausführungen aus. Mit den verschiedenen Laufradtypen kann ein sehr weiter Volumenstrom- und Druckbereich abgedeckt werden. An dieser Stelle finden Sie einen Ausschnitt unseres Standard-Programms. Umfassende Informationen zu den Produkten finden Sie in unserem Gesamtkatalog im Downloadbereich unter Broschüren. Unsere flexible Fertigung ist darüber hinaus jeder Zeit in der Lage, spezielle Anforderungen zu erfüllen. Gern erarbeiten wir Ihnen einen geeigneten, technisch und wirtschaftlich optimalen Lösungsvorschlag.
| Baugröße | 250 bis 2800 mm |
| Wandstärke | 1,5 bis 16 mm |
| Laufradtypen | N, M, X, Y (verstellbare Schaufeln) |
| Motorbaugröße | 63 bis 400 |
| Antriebsart | Direkt-, Riemen- oder Kupplungsantrieb |
| Einbaustellung | A, AU, AD, B, BD, BU nach Eurovent |
| Schachtform | Kurz-/Lang-Schacht, ausschwenkbar, mit/ohne Konus/Düse |
| Oberflächenbehandlung | Grundanstrich, Deckanstrich, Feuerverzinkung, nach Anforderung |
| Werkstoff -Laufrad |
Seewasserbeständiger Aluminiumguß |
| -Gehäuse | Stahl, Aluminium, Sondermaterialien |
| Sonderausführung | Ex-Schutz, erhöhte Temperatur, schocksicher, nach Anforderung |
Die Ausführung und Bauform eines Ventilators wird wesentlich durch die Anforderungen der Anlage bestimmt, in die der Ventilator integriert wird. Ausschlaggebend sind, neben den physikalischen Bedingungen, wie Luftdruck, Volumenstrom und Temperatur, auch Betriebsart und der Betriebsort. Außerdem ist die Gehäusestellung von Bedeutung. Eine komplette Beschreibung der Vorgabedaten für einen Ventilator enthält die DIN 24163. Die eigentlichen Ventilatormaße werden zum größten Teil von den eingebauten Elektromotoren und Zubehörteilen bestimmt.
Außer den hier vorgestellten Ventilatoren stellen wir auch eine große Anzahl verschiedener Sonderausführungen her, zum Beispiel explosionsgeschützte Ventilatoren, Brandgasventilatoren, schock- und rüttelsichere Ventilatoren, Impulsventilatoren und viele andere Varianten. Gern erarbeiten wir mit Ihnen eine Lösung für Ihren besonderen Anwendungsfall.
Die Bauform eines Axialventilators wird durch Schachtlänge, Schachtdurchmesser (innerer Durchmesser), Gehäusewandstärke, Motor/-Klemmenkasten-Konstruktion und das Zubehör bestimmt. Alle unsere Axialventilatoren können mit 1,5 bis 16 mm Wandstärke und von 250 bis 2800 mm Durchmesser gebaut werden.
Konstruktive Anforderungen bestimmen die notwendige Wandstärke. Für Standardanforderungen in Industrieanlagen sind meist 3 bis 4 mm ausreichend, bei Unterdeckaufstellung auf Seeschiffen sind es 3 bis 6 mm und 8 bis 10 mm für Oberdeckaufstellung bei Seeschiffen oder Industrieanlagen mit besonders harten Betriebsbedingungen.
Die Anforderungen der Anlage bestimmt die genaue Bauform des Ventilators, die hier im Überblick dargestellt wird.
Für viele Lüftungsanlagen (Industrieanlagen oder Schiffbau) werden die Bauformen A und G (GT bei Impulsventilatoren) eingesetzt. Beide haben Langschächte, die den Motor voll umschließen, der Klemmenkasten ist außen am Ventilatorgehäse angebracht. Die Bauform A hat eine Bedienungsklappe, um kleinere Wartungsarbeiten vornehmen zu können. Ein Sondertyp der Bauform G (GT bei Impulsventilatoren) ist die Bauform GD (GDT), bei der eine Düse anstatt eines Flansches für freien Ansaug angeformt ist.
Für viele Lüftungsanlagen, bei denen ein kleiner Ventilator in den Luftkanal eingebaut werden soll, verwendet man die Bauformen D und W (bzw. DD und WD mit Düse statt Flansch-Abschluß). Der Schacht ist kurz und der Motor ragt nach hinten in den Lüftungsschacht hinein.
In einigen Anlagen kann es von Zeit zu Zeit notwendig sein, an den Motor oder das Laufrad zu gelangen, ohne die Anlage demontieren zu müssen. Für solche Zwecke empfiehlt sich die Bauform B oder W, WD. Durch eine Tür im Schacht können alle anfallenden Arbeiten durchgeführt werden. Oft ist der Motor mit dem Laufrad an der Tür befestigt, so daß die gesamte Einheit ausschwenkbar ist.
Bei Freiansaug sind Ventilatoren mit düsenförmigem Ansaug zu wählen, z.B. Bauform DD oder E.
Im Prinzip sind alle Ventilatoren reversibel, bei stark verminderten Leistungsdaten.
Ventilatoren mit dem Kennzeichen R (z.B. GDR) mit speziellen Laufrädern sind nahezu vollständig reversibel.
Für Anlagen, bei denen der Motor nicht in dem Luftstrom plaziert sein soll bieten wir die Bauformen S (Motor auf dem Ventilatorschacht) und T (Motor auf eigenem Fundament) an. Beide betreiben das Laufrad über einen Keilriemenantrieb.
Unsere Laufräder haben alle aerodynamisch profilierte Schaufeln mit hohen Wirkungsgraden und günstigem Geräuschverhalten. Die Elektromotoren sind symmetrisch am Leitwerk aufgehängt. Dadurch kann auf strömungsungüstige Motorfüße verzichtet werden.
Die Schaufelwinkel sind im Stillstand verstellbar. So kann auch später noch auf Änderungen der Anlage rasch und kostengünstig reagiert werden.
Das profilierte Laufrad aus korrosionsbeständigem Aluminiumguß zeichnet sich außerdem durch ein niedriges Gewicht aus, was sich günstig auf die Lebenserwartung der Lager auswirkt.
Das Standard-Laufradprogramm hat vier Haupttypen N, M, X und Y mit 6, 8 bzw. 12 Schaufeln. Durch die Verwendung von Leitwerken mit 5 oder 15 Schaufeln wird ein hoher Wirkungsgrad bei hoher Druckziffer erreicht.
Dieser Typ mit 6 oder 8 profilierten Schaufeln zeichnet sich durch hohe Wirkungsgrade (bis 85%) und ein sehr gutes Geräuschverhalten aus.
Um bei größeren Luftmengen und höheren Drücken trotzdem gute Wirkungsgrade (bis zu 80%) zu erzielen, setzen wir oft die Laufräder M8 oder X8 ein.
Diese Laufradtypen erlauben es, mit 15 Leitschaufeln für Axialventilatoren sehr hohe Drücke, bei trotzdem guten Wirkungsgraden zu erreichen.
Diese Laufrädertypen erlauben eine fast 100 %ige Reversierbarkeit des Luftstromes ohne zu großen Leistungsverlust.
Axial-Ventilatoren können auch mehrstufig betrieben werden, um den Gesamtdruck grundsätzlich zu erhöhen. Unsere verschiedenen Laufräder mit Leitwerk können auch in Hintereinanderschaltung verwendet werden. Die Ventilatoren werden mit Motoren mit zweitem Wellenende oder mit zwei getrennten Antriebsmotoren ausgeführt. Die Drücke der Einzelstufen können addiert werden nach Abzug von ca. 15 % Druckminderung in der zweiten Stufe.
Der Anstellwinkel der verstellbaren Schaufeln ist als Abstand der Abströmkante der Schaufel vom Nabenende definiert. Er wird in Prozent des Laufraddurchmessers angegeben. Dabei zeigt der Buchstabe "V" an, daß die Schaufelabströmkante vorsteht. Der Buchstabe "Z" zeigt an, daß die Schaufelkante zurückspringt. Bei der Angabe "O" liegen Schaufelkante und Nabenabströmkante in einer Ebene, d. h. ihr Abstand ist Null.
Laufradtyp: N8/V1,0/800
Bei diesem Laufrad mit dem Durchmesser 800 mm steht die Schaufelabströmkante 1,0 % von 800 mm = 8 mm über die Nabenkante vor.

In Normalausführung ist das Ventilatorgehäuse aus kräftigen, zunderarmen, fett- und ölfreien Blechen und Profilen gefertigt und mit hochwertigem, umweltfreundlichem Grundanstrich versehen. Alle Schrauben und Muttern sind verzinkt. Im Schiffbau sind die Verschraubungen der Bedienungsöffnungen aus Edelstahl oder Messing.
Auf Wunsch können die Gehäuse feuerverzinkt werden oder einen besonderen Farbanstrich erhalten.
Die eingebauten Motoren sind normalerweise für einen Temperaturbereich von minus 25 Grad bis plus 40 Grad Celsius ausgelegt gemäss VDE 0530.
Die Laufräder sind aus GAlSi10Mg gegossen, die Leitwerke im Ventilator sind aus Stahlblech geschweißt.
Die Laufräder können auch für höhere Temperaturen zum Beispiel 200°C, 2h ¦ 300°C, 2h ¦ 400°C, 2h und 700°C, 90 min. hergestellt werden.
Bei explosionsgeschützter Ausführung ist der Schacht im Laufradbereich mit einem Streifschutz aus Sondermaterial versehen, so daß in der Verbindung mit dem Aluminiumlaufrad keine Reib- oder Schlagfunken entstehen können. Der Motor entspricht selbstverständlich den einschlägigen Vorschriften.
Axialventilatoren sind sehr empfindlich gegen eine ungleiche Beaufschlagung des Strömungsquerschnittes. Wenn in parallelen Strömungsfäden unterschiedliche Geschwindigkeiten vorliegen, kommt es im Laufradbereich leicht zu Wirbeln mit bedeutenden Leistungsverlusten. Krümmer sollten möglichst nicht kurz vor oder hinter dem Laufrad angeordnet werden.
Um Ablösung im Laufradbereich zu vermeiden, sollten frei aus dem Raum saugende Ventilatoren immer eine Ansaugdüse haben. Bei Querschnittsänderungen vor dem Ventilator sollte ebenfalls darauf geachtet werden, daß es zu keinen Ablösungen kommen kann.
Die Ventilatorleistung wird unter anderem durch Verminderung des Rohrquerschnittes hinter dem Flügelrad stark gemindert. Dieses gilt besonders bei Ventilatoren mit starkem Drall, d.h. ohne Leitwerk.
Wirbelerzeugende Einbauten vor Axialventilatoren sollten vermieden werden, da die erzeugten Wirbel zu wesentlichen Schallpegelerhöhungen führen können.
Die Anlaufzeiten werden teils durch das Beschleunigungsmoment bestimmt, definiert als Differenz von Motormoment und Lastmoment, teils vom Trägheitsmoment des Laufrades. Der Verlauf der Motormomentkurven ist von Fall zu Fall recht unterschiedlich, trotz einengender Vorschriften. So muß das angegebene Anzugsmoment z. B. nach VDE 0530 in den Toleranzgrenzen -15 % bis +25 % liegen.
Bei Motoren der Läuferklasse 16 ist die Anlaufzeit etwa:
Bei keilriemengetriebenen Ventilatoren ist
n2 durch nvent * nmot
zu ersetzen, dem Produkt der Ventilator- und Motordrehzahlen.
Bei Einsatz von Motoren mit niedriger Läuferklasse ist die ermittelte Zeit mit 1,2 zu multiplizieren bei Läuferklasse 13 und mit 1,9 bei Klasse 10.
Bei Axialventilatoren, deren Drehzahl durch Keilriementrieb niedriger ist als die Motordrehzahl sollte man stets mit Schweranlauf rechnen und entsprechende Vorkehrungen treffen. Auch in anderen Fällen kann der Einbau von Relais für Schweranlauf notwendig sein.
Die Kennlinien der Axialventilatoren haben einen mehr oder weniger ausgeprägten Instabilitätsbereich, wegen seiner Form oft Sattel genannt. Im Kennlinienbereich B-C [Fig. 1.6] ergibt eine geringfügige Erhöhung des Widerstandsbeiwertes eine bedeutende Verminderung der Fördermenge bei gleichzeitigem Abfall des vom Ventilator erzeugten Druckes. Der Arbeitspunkt eines Axialventilators sollte möglichst in den normalen Arbeitsbereich A-B, wo der Ventilator seinen höchsten Wirkungsgrad hat, gelegt werden.
Die Wirkung des Sattels sei an Hand von Fig. 1.6 illustriert, welche drei verschiedene Arbeitspunkte eines Ventilators zeigt. Diese sind als Schnittpunkte der Ventilatorkennlinie mit drei verschiedenen Anlagen-Widerstandskurven bestimmt. Sie folgen häufig dem Gesetz

wobei C1, C2, C3 die Widerstandsbeiwerte sind. Der notwendige Druck in einem System steigt mit dem Quadrat der Durchflußmenge.

Fig. 1.6 - Bestimmung des Arbeitspunktes eines Axialventilators als Schnittpunkt
zwischen Ventilatorenkennlinie und Widerstandsparabel der Anlage (I, II, III)
Geht man von Kurve I aus und erhöht den Widerstandskoeffizienten um 20 %, erhält man Kurve II. Die Ventilatorleistung im neuen Arbeitspunkt, definiert als Produkt von Fördermenge und Gesamtdruck, ist 10 % niedriger als zuvor. Erhöht man den Widerstandsbeiwert abermals um 20 %, erhält man Kurve III. Der Arbeitspunkt fällt jetzt in den Sattel und die Leistungsminderung beträgt in diesem Fall 37 %.
Wenn Ventilatoren links vom Punkt B arbeiten, kann der Strömungsabriß an den Schaufeln diese in heftige Schwingungen versetzen, die zu Ermüdungsbrüchen führen können. Besonders bei Betrieb zwischen den Arbeitspunkten B und C kann es zum sogenannten Pumpen kommen, wobei der Arbeitspunkt auf der Kurve ständig hin und her fährt. Hierbei können die Abrißschwingungen verstärkt werden.
Um einen Strömungsabriß und Pumpen zu verhindern, können unsere Ventilatoren auf Wunsch mit Antistallringen nach Prof. Eck ausgerüstet werden. Die Leistungskurve wird dadurch stabilisiert, so daß man die gestrichelte Kurve mit stark verminderten Schwingwerten erhält.
In den meisten Fällen ist der Einsatz von zwei oder dreifach polumschaltbaren Ventilatoren ausreichend, eventuell in Verbindung mit einer Regelklappe. Beachtet werden muß, daß die Eigenfrequenz des Ventilators (besonders bei stufenloser Frequenzregelung) vermieden wird.
Ab Größe 400 stellen wir Drallregler her, die eine stufenlose wirtschaftliche Regelung ermöglichen. Bitte fragen Sie diese bei uns an.
Wenn ein Axialventilator über Frequenzumformer angesteuert wird ist darauf zu achten, daß der Ventilator nicht für längere Zeit in Resonanzfrequenzen betrieben wird. Die Schwingungsamplitude muß am Motor selbst - nicht außen am Gehäuse - gemessen werden. Die Resonanzfrequenzen müssen blockiert werden, so daß sie schnell durchfahren werden.
Bei niedrigen Drehzahlen, d.h. geringem Motormoment ist zu beachten, daß der Motor nicht durch Gegenstrom zum annähernden Stillstand kommen kann. Der Motor läuft sonst Gefahr überhitzt zu werden.
Besonders durch plötzliche Reversierung der Drehrichtung und auch beim Einschalten von Axialventilatoren, die im Luftstrom in Gegenrichtung rotieren, können große Stromstöße entstehen. Netzstörungen und sehr hoher Verschleiß der Kontakte können die Folge sein. Die sehr hohen mechanischen Momente können auch Laufräder und Motoren beschädigen.
Vor dem Reversieren muß ein ausreichendes Auslaufintervall eingelegt werden. Der Mitlauf des Rades kann so kräftig werden, daß sich der Einbau einer Mitlaufbremse empfiehlt, die erst im Einschaltaugenblick freigegeben wird.
Bei Stern-Dreieck-Anlauf ist darauf zu achten, daß die Umschaltung nicht zu früh erfolgt, um größere Stromstöße zu vermeiden.
Auslegungs-, Berechnungs- und Fertigungstoleranzen sind unvermeidbar. Deshalb sind diese für Ventilatoren in der DIN 24166 als Bautoleranzen zusammengefaßt. Für Normalventilatoren gilt die Genauigkeitsklasse 2, sofern nicht besondere Vereinbarungen getroffen werden.
Für Sonderventilatoren (z. B. gummierte Ausführungen, Sonderlaufräder, gasdichte Ausführungen, explosionsgeschützte Ventilatoren, usw.) gilt die Klasse 3. In Zweifelsfällen wenden Sie sich bitte an unsere erfahrenen Ingenieure im Vertrieb.
Störungen in der Zu- und Abströmung sind nicht enthalten und müssen zusätzlich berücksichtigt werden.
Von der DIN abweichende Toleranzen (z.B. nur Plus-Toleranzen) müssen gesondert schriftlich vereinbart werden.
| Genauigkeitsklasse nach DIN 24166 | 1 | 2 | 3 |
Volumenstrom ![]() |
± 2,5 % | ± 5 % | ± 10 % |
Totaldruckerhöhung pt |
± 2,5 % | ± 5 % | ± 10 % |
| Wellenleistung pw | ± 3 % | ± 8 % | ± 16 % |
| Wirkungsgrad | − 2 % | − 5 % | −−− |
Schallwerte Lw, ![]() |
+ 3 dB | + 4 dB | + 6 dB |
Die Toleranzen gelten nur für den Auslegungspunkt des Ventilators, der hinsichtlich Drehzahl, Volumenstrom, Druck, Dichte und Fördermedium festgelegt ist.
Die zulässigen Abweichungen von Maßen ohne Toleranzangabe in den Maßskizzenblättern entsprechen DIN 8570 Teil 1, Toleranzklasse C.
Nennmaß (mm) |
2![]() ![]() <30 |
30![]() ![]() <120 |
120![]() ![]() <400 |
400![]() ![]() <1000 |
1000![]() ![]() <2000 |
2000![]() ![]() <4000 |
4000![]() ![]() <8000 |
| Toleranz (mm) | ± 1 | ± 3 | ± 4 | ± 6 | ± 8 | ± 11 | ± 14 |